Schreiten Sie bei Konflikten nicht ein, kann die Leistung Ihrer Mitarbeiter um bis zu 50% sinken

In jedem dieser Fälle ist dann ein Konfliktgespräch fällig. Seien wir ehrlich:

 

Niemand spricht Kritik gerne offen aus. Aber trotzdem ist es manchmal notwendig, einem Mitarbeiter klipp und klar ins Gesicht zu sagen: „Bis hierher und nicht weiter!“ – Nur:

 

Damit dieses Konfliktgespräch ein Erfolg wird und der Konflikt nicht hinterher weiter schwelt, kommt es auf einen einzigen Satz ganz besonders an.

 

Dieser Satz muss auf eine ganz bestimmte Weise formuliert sein, ...

 

... um den Mitarbeiter einerseits nicht völlig zu demotivieren...

... um ihn andererseits aber gezielt herauszufordern, den Konflikt selbst beizulegen. Statt gar nichts zu tun oder die Schuld auf andere abzuwälzen.

 

Dieser Satz entscheidet also zu einem Großteil darüber, ob dieses Kritikgespräch ein Erfolg wird oder nicht.

 

Ich werde Ihnen diesen Satz gleich verraten….

 

Dieser Satz ist aus einem Grund besonders wichtig:

Die meisten Management-Ratgeber und -Trainer empfehlen Ihnen bei Konfliktgesprächen, sofort auf den Punkt zu kommen. Wie würde ein solches Konfliktgespräch dann aussehen? Bleiben wir dazu beim Fall von oben:

 

Ein Mitarbeiter leistet deutlich weniger als die anderen... und zieht damit den Unmut der Kollegen auf sich, die seine Minderleistung ausgleichen müssen. Dann würde das Gespräch ungefähr so beginnen:

 

„Sie haben letzten Monat schon wieder deutlich weniger Aufträge abgearbeitet als Ihre Kollegen. Ich will, dass Sie künftig mindestens genauso viel schaffen.“

 

Das wird den Mitarbeiter nicht nur ziemlich überrumpeln. Er wird auch sofort eine Blockade-Haltung einnehmen. Die üble Folge: Der Konflikt eskaliert weiter!

 

                Und genau diese Blockadehaltung verhindert, dass er sein Verhalten wirklich dauerhaft ändert! Also exakt das, was Sie durch das Gespräch eigentlich erreichen wollten...

                                                                                                             

Wie aber machen Sie es jetzt besser?

 

Beginnen Sie das Gespräch immer mit einer Einleitung. Noch besser: Kündigen Sie an, dass Sie ein Gespräch führen wollen, und nennen Sie auch Ihr Thema. Formulieren Sie dann nicht rückwärts-, sondern vorwärtsgewandt – mit dem Fokus auf Ihr Ziel:

 

„Ich habe Sie heute zu diesem Gespräch gebeten, weil ich mit Ihrer Leistung nicht zufrieden bin. Ich möchte von Ihnen wissen, was passieren muss, damit Sie ähnlich gute Ergebnisse erzielen wie Ihre Kollegen.“

 

Genau das ist der Satz, den erfolgreiche Führungskräfte anwenden, um Konflikte wirklich dauerhaft beizulegen. Diese Führungskräfte wissen: Man kann einen Konflikt nicht einseitig beenden – dafür braucht man immer beide Seiten.            

Dieser Satz beschuldigt den Mitarbeiter nicht einfach frontal. Er involviert den Mitarbeiter selbst dazu, den Konflikt beizulegen.

 

Tut er das nicht, hat er sich selbst einen „Bock geschossen“: Denn er hat Ihnen gegenüber ja selber Verbesserungsvorschläge eingebracht...

 

Herzliche Erkenntnisse wünscht

 die Coach Renate Achtsnit

 

 

Wie Sie Ihren Small Talk geschickt & stilvoll beenden … Tipps dazu demnächst

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