Vorsicht mit Negativ-Formulierungen!

Negationen sind Verneinungen, es geht also beispielsweise um die Wörter „nicht“ und „kein“ sowie um die Vorsilbe „un-“ und die Nachsilbe „-los“.

 

Zwei Beispiele verdeutlichen die schädliche Wirkung der Negationen.

 

1. Beispiel:

Stellen Sie sich vor, ein Redner sagt: „Denken Sie jetzt bitte nicht an eine frisch aufgeschnittene, saure Zitrone!“ Was passiert?

Es ist völlig unerheblich für den Speichelfluss in Ihrem Mund, ob der Referent das Wort „nicht“ sagt – oder nicht: Ihr Körper beginnt, sich auf die gedachte Zitrone vorzubereiten. Woran liegt das?

 

Hierzu liefert die Hirnforschung eine plausible Erklärung:                   

 

Unser Gehirn besteht aus zwei Hälften. Die linke Gehirnhälfte steht (bei Rechtshändern) für die Logik und die Linearität. Sie verarbeitet Sachinformationen.

Mit der rechten Gehirnhälfte verarbeiten wir Bilder, Emotionen und Erlebnisse. Wenn Sie die Aufforderung hören: „Denken Sie jetzt bitte nicht an eine frisch aufgeschnittene, saure Zitrone!“, kommt links die Botschaft logisch richtig an, doch mit der rechten Gehirnhälfte sehen und erleben Sie im selben Moment die Zitrone. Bei starken Reizen ist die rechte Gehirnhälfte dominant.

 

Wichtig für Sie ist: Die rechte Gehirnhälfte versteht keine Negationen. Verneinungen sind demnach Doppelbotschaften: Links kommt etwas anderes an als rechts. Mit Negationen stiften Sie also Verwirrung im Gehirn.

 

2. Beispiel:

Stellen Sie sich bitte nun vor, Sie sagen zu Ihrem Key-Account- Manager: „Diesen Kunden dürfen wir auf keinen Fall verlieren!“

Eigentlich wollen Sie damit ausdrücken, dass Sie wünschen, dass der Kunde bleibt. Mehr noch: Sie streben eine dauerhafte Partnerschaft mit dem Kunden an.

 

Mit diesem klaren inneren Bild formulieren Sie Ihren Satz neu: „Dieser Kunde ist wichtig für uns. Bitte erstellen Sie ein Konzept, das es für den Kunden attraktiv macht, eine dauerhafte Partnerschaft mit uns einzugehen.“

Dies ist eine klare und eindeutige Botschaft. Sie nimmt den Druck und ersetzt ihn durch ein klares, strategisches Bild. Der Key-Account-Manager weiß nun, in welche Richtung er aktiv werden soll. Und Sie strahlen Klarheit und Führungsstärke aus.

Herzliche Erkenntnisse wünscht

 die Coach Renate Achtsnit

 

             … neue Tipps demnächst …

 

 

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